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Veranstaltungen im Dorf Emsbüren
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22.8.2017    "Emspartie - Vier in einem Boot" - Ausflug vom "Redakteuren-Team" Dorf-Emsbüren
                    
Emsabschnitt Gleesen bis Hanekenfähr 
                     Bilder: Alfred Bültel
   

 
                                                                                                



  

  


 

Veranstaltungen im Dorf Emsbüren
 

  • Emsbürener Karneval mit über 110 teilnehmenden Wagen am Rosenmontag der größte Karnevalsumzug des Emslands. Zuvor finden unter den Tollitäten „Herzog und sein Kumpan“ Prunksitzungen statt. Ausrichter ist die KKE (Karnevalsgesellschaft Kespel Emsbüren).
     
  • Osterprozession vom Nattenberg zur Andreaskirche am Ostersonntag sowie das Osterfeuer, ausgerichtet vom Bürger-Schützenverein Emsbüren
     
  • Herzogmarkt, jährlich am Sonntag nach Ostern, große Gewerbeschau, die auch von lokalen Vereinen und Einrichtungen genutzt wird, Veranstalter ist der HHG (Verein für Handel, Handwerk und Gewerbe)
     
  • Bürgerschützenfest an Pfingsten
     
  • Emsbürener Großkirmes am Wochenende vor dem letzten Dienstag des Septembers
    "Kirmeswagenzählen" am Freitag vor der Kirmes mit den Bürgerschützen
     
  • Emsbürener Weihnachtsmarkt und das traditionelle Kirchturmblasen finden im Advent statt
     
  • Emsbürener Musiktage, klassische Veranstaltungsreihe mit Internationalen Meisterkursen für Holzbläser, die jährlich im Herbst stattfindet.
 

Pressestimmen

Kommentar und Zeitungsartikel der Lingener Tagespost vom 22.3.2017
 

Lokalgeschichte als Generationenprojekt

Kommentar von Thomas Pertz

 

Die St. Andreas-Kirche prägt das Ortsbild von Emsbüren. Foto: Richard Heskamp
Die St. Andreas-Kirche prägt das Ortsbild von Emsbüren. Foto: Richard Heskamp

Emsbüren.
Die Aufgabe, an dorf-emsbueren.de mitzuwirken, bleibt ein Dauerauftrag an die Generationen, meint der Kommentator.

Eigen, aber nicht eigenartig, ein „Völkchen“ für sich, aber dennoch offen für andere, vor allem für neue Ideen: Einer solchen Charakterisierung ihrerseits würden die Emsbürener Bürger sicher zustimmen. Das alte Kirchspiel hat nämlich bereits jede Menge Originale und originelle Geschichten hervorgebracht. Aber wo bleiben sie auf lange Sicht, verknüpft mit dem aktuellen Dorfleben und Zeitgeschehen?

In gedruckter Form drohen sie über die Jahre hinweg in den Regalen der Heimatvereine zu verstauben. Das allein kann daher keine Lösung mit Perspektive sein. Hier geht es im Übrigen nicht um eine Glorifizierung längst vergangener Zeiten, um das Übertünchen auch von Not und Elend im Dorf, ja bitterer Armut. Vielmehr kommt es darauf an, um seine eigenen Wurzeln zu wissen und auch ein Gespür dafür zu bekommen, welche persönliche Lebensqualität in dörflicher Gemeinschaft und nachbarschaftlichem Zusammenhalt steckt, damals wie heute.

Dieses Wissen kann ein Heimatverein durchaus weitergeben, wenn er mit der Zeit geht. Sonst hat er keine Zukunft, weil der Nachwuchs ausbleibt. Wie es funktionieren kann, zeigen Heimatforscher wie Hubert Hölscher und Bernd Robben und um die Historie des Ortes interessierte Bürger wie Oliver Stuke. Sie nutzen das Internet als digitale Plattform und gleichzeitigen Treffpunkt, wo jeder mitwirken kann, die Geschichte des Dorfes fortzuschreiben.

Denn die ist, auch wenn der Blickwinkel der Webseite auf die Vergangenheit gerichtet ist, alles andere als rückwärtsgewandt. Die Aufgabe, an dorf-emsbueren.de mitzuwirken, bleibt ein Dauerauftrag an die Generationen, deren Autoren sich irgendwann selbst darin wiederfinden und ein Teil der Seite werden.



22.03.2017

Ein Buch ohne Punkt“ dorf-emsbueren.de:
Lokalgeschichte in digitaler Form

 

Engagieren sich in der Heimatforschung in Emsbüren (von links): Bernd Robben, Oliver Stuke und Hubert Hölscher. Foto: Thomas Pertz
Engagieren sich in der Heimatforschung in Emsbüren (von links):
Bernd Robben, Oliver Stuke und Hubert
Hölscher. Foto: Thomas Pertz

Emsbüren.
Was hat es mit der „Emsbürener Reeperbahn“ auf sich und wo ist eigentlich „Schludden Pand“? Auch in Emsbüren aufgewachsene Bürger werden da wohl ins Grübeln kommen. Was können sie tun? Sie klicken im Internet auf dorf-emsbueren.de. Dort wird Lokalgeschichte in digitaler Form präsentiert – ein Brückenschlag zur jüngeren Generation.
 

Die treibenden Kräfte des Projektes sind die beiden Heimatforscher Hubert Hölscher und Bernd Robben sowie der Emsbürener Tierarzt Oliver Stuke. Hölscher und Robben hatten vor zwei Jahren damit angefangen, die Geschichten des Dorfes, seine Eigenheiten und besonderen Typen, zu sammeln und online aufzubereiten. „Es ging uns darum, Emsbürens Originalität einzufangen“, beschreibt Bernd Robben ein Ziel. Das andere Ziel: „Wir schreiben ein Buch ohne Punkt“, betont Hölscher. Anders als in gedruckter Form, wo jede Geschichte einmal zu Ende erzählt ist, wollen die beiden das an historischen Gegebenheiten und Bräuchen sowie unverwechselbaren Menschen reiche Kirchspiel („Kespel“) Emsbüren mit Unterstützung der Bürger immer weiter fortschreiben. Platz genug in der virtuellen Welt des Internets ist da.

„Nükke und Tögge“

Hölscher und Robben machten sich an die Arbeit und fassten unter dem Titel „Nükke und Tögge“ an Material zusammen, was sie bereits recherchiert hatten. „Nükke steht für Schlitzorigkeit und Tögge für Eigenart“, übersetzt Hölscher die beiden plattdeutschen Begriffe. Ein Paradebeispiel dafür sei in Emsbüren die Geschichte rund um „Pastor sine Koh“, weist Robben auf jenes überregional bekannte Spottlied hin.

Ein Duo ist es aber nicht, das hinter „dorf-emsbueren.de“ steckt, sondern ein Trio. Der Dritte im Bunde ist der Emsbürener Tierarzt Oliver Stuke. Er kam auf die Idee, „Nükke und Tögge“ in einen Internetauftritt einzubinden, der viele Facetten des Emsbürener Dorflebens umfasst: den Bürgerschützenverein, die Junggesellen im Bürgerschützenverein, das Panik-Orchester und das Dorfleben.

Brückenschlag zwischen Generationen

Stuke ist 42 Jahre alt, Robben 68 und Hölscher 74 Jahre. Die drei verstehen ihre Arbeit denn auch als Brückenschlag zwischen Generationen, indem Heimatgeschichte anders aufbewahrt und aufbereitet wird. Das Problem vieler Heimatvereine bestehe darin, dass der Nachwuchs fehle, sagt Hölscher. „Die Jüngeren kommen nicht mehr“. Die Plattform „ dorf-emsbueren.de “ sei eine Möglichkeit, auch jüngere Altersgruppen für die lokale Geschichte zu begeistern. Jeder könne mitmachen und sich einbringen, betont Stuke. „Der Obergedanke ist, Verbindungen zu schaffen“, sagt der Emsbürener. „Wir wollen die Historie Emsbürens und das aktuelle Vereins- und Dorfleben in die neue Zeit hieven mit den neuen Medien.“

„Emsbürener Reperbahn“

Und was hat es nun auf sich mit der „Emsbürener Reeperbahn“? Die „Emsbürener Reeperbahn“ hat nichts mit einer Vergnügungsmeile zu tun. Sie bezeichnete die Herstellung von Reepen in einer Seilerei, die es auch in Emsbüren gab. Und wo ist „Schludden Pand“? Heinrich Schludde sei Nachtwächter gewesen, erzählt Hölscher. Wer ihn nach Holz fürs Osterfeuer fragte, bekam zur Antwort: „De halt ju man ut use Pant“. Er gab dann irgendein Grundstück im Ort an, wo viel Holz herumlag. Der Spruch „Ut Schludden Pant“ hat sich bei älteren Emsbürenern bis heute gehalten. Wer so am Jahresende auf die Frage nach der Herkunft seines schönen Weihnachtsbaums antwortet, sagt indirekt, dass er ihn irgendwo aus dem Wald geholt hat…

 









 


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