Emsbüren - unser Dorf


Inhalt

Das Dorf Emsbüren - ein kurzer Überblick - Kultur und Sehenswürdigkeiten
Perspektiven: Emsbüren von oben - Blick vom Turm der St.-Andreas-Kirche
 



Das Dorf Emsbüren

Was ist das "Dorf Emsbüren" eigentlich?

Emsbüren - auf Platt "Bürn" genannt - ist der Ortsteil Emsbüren mit seinen Einwohnern, den "Bürskern".

Besonders bereichert wird das Dorf durch die Gemeinde mit den Ortsteilen sowie dem Kirchspiel Emsbüren.

Das Dorf Emsbüren ist das Zentrum des Kirchspiels Emsbüren mit der St. Andreas Kirche sowie auch der Gemeinde Emsbüren mit dem Rathaus und weiteren Einrichtungen wie der Feuerwehr, dem Schulzentrum sowie seinen Geschäfts- und Gewerbebetrieben.
Zudem finden Großveranstaltungen (wie Kirmes, Herzogmarkt, Karneval, Pfarrfest) traditionell im Ortszentrum statt.

Im Dorf Emsbüren haben sich im Laufe der Zeit Eigenarten entwickelt, über die hier berichtet werden soll.
Der Bezug zum Kirchspiel Emsbüren sowie der Gemeinde mit seinen Ortsteilen ist hierzu unerlässlich und soll ausdrücklich als fester Bestandteil betrachtet werden.

 

- Ein kurzer Überblick -

Geographische Lage

Emsbüren ist im Städtedreieck Lingen, Rheine und Nordhorn im südlichen Landkreis Emsland in Niedersachsen gelegen.
Etwa 5 km südwestlich unseres Ortes, nahe der Grenze zu Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden, befindet sich das Autobahnkreuz (Schüttorf) der A 31 und A 30.

Emsbüren liegt auf einer Endmoräne der Elstereiszeit (43 m ü.NN), einem Ausläufer des Teutoburger Waldes.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Die St.-Andreas-Kirche: gotische, dreischiffige Hallenkirche aus dem 15. Jahrhundert mit einem 78 m hohen Turm, der über 204 Stufen zu erreichen ist.
     
  • Die St.-Andreas-Kirche
    Im Innern der Kirche tragen drei schlanke Säulenpaare das hohe Gewölbe. Seit in der Mitte des 19. Jahrhunderts das Nordschiff zur Breite und Höhe des bereits vorhandenen gotischen Südschiffes ausgebaut wurde, hat die Kirche die Gestalt einer dreischiffigen Hallenkirche. Die Seitenschiffe haben die gleiche Höhe wie das Hauptschiff. Große gotische Fenster erhellen den Kirchenraum bei Tage in großzügiger Weise und bringen besonders bei Sonneneinfall die kunstvoll gestalteten Fensterbilder zur Geltung. Vor allem der Chorraum, der ebenfalls Mitte des 19. Jahrhunderts angefügt wurde, erstrahlt dann in einer Farbenkombination, die den Besucher fasziniert und verweilen lässt. Der kunstvoll geschnitzte neugotische Altar stammt aus dem Jahre 1908. Er stammt aus der Kunsttischlerei A. Bücker in Rheda (jetzt: Rheda-Wiedenbrück). Die geöffneten Bildtafeln zeigen neben einer Kreuzigungsgruppe auf vier Flächen den Leidensweg Christi. Ein Taufbrunnen im romanischen Stil im Eingangsbereich der Kirche ist aus Bentheimer Sandstein gehauen und stellt hier das älteste steinerne Zeugnis aus christlicher Zeit dar. Die zweimanualige Schleifladenorgel aus der Werkstatt Kreienbrink in Osnabrück hat 31 Register mit 2133 Pfeifen. 11 Register stammen noch aus der 1841 von Johann Kersting, Münster, gebauten Orgel. Den reich verzierten und dem Umfeld angepassten Orgelprospekt gestaltete Ernst Suberg, Elleringhausen. Im Turm der St.-Andreas-Kirche hängen insgesamt fünf Glocken. Vier der Glocken entstanden 1949 bei der Glockengießerei Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher. Sie haben die Töne c', d', e' und g'. Die fünfte Glocke wurde 1599 von der niederländischen Glockengießerei Gerd Schimmel (historisch) gegossen und hat den Ton gis'. Diese Glocke ist nicht läutbar.
     
  • Der Pfarrgarten Emsbüren wurde von 1838 bis 1855 von dem Pfarrer Albert Deitering angelegt. Die etwa 1,5 ha große landschaftliche Anlage überrascht durch ihre große Vielfalt an Gehölzen: über 200 verschiedene Arten sollen es sein. Viele der Bäume stammen noch aus dem 19. Jahrhundert. Einige der schönsten Exoten gruppieren sich um das zentrale Rasenoval direkt am Pfarrhaus. Besonders hervorzuheben sind ein Ginkgo, eine Schlangenfichte und ein Trompetenbaum. Die hausferneren Bereiche muten waldartig an mit dichtem immergrünen Unterwuchs aus Eibe, Stechpalme und Rhododendron.
     
  • Der Heimathof: ein Bauernhof von 1766 mit acht originalgetreuen Fachwerkhäusern auf dem alten Galgenberg stellt eine typische emsländischen Hofanlage aus dem 18. Jahrhundert dar. Diese besteht aus einem Bauernhaus, Backhaus, Wagenschuppen, Scheune, Schafstall, und Heuerhaus. Die Gebäude standen ursprünglich in Lingen, bevor sie nach Emsbüren kamen. Das Haupthaus wurde durch den Heimatverein 1973 erworben und originalgetreu wieder aufgebaut.
     
  • Der Heilkräutergarten mit 200 verschiedenen Kräutern, Bäumen und Sträuchern auf dem Gelände des Heimathofes. Angelegt wurde er 2002 auf einer Fläche von rd. 2.000 m².
     
  • Das Wohnhaus der Kornbrennerei Kuipers aus dem Jahr 1818
     
  • Die alte Amtsvogtei an der Papenstraße mit einem schönen Sandsteinbogen, 1824 vom letzten Vogt des Richthofes erbaut. Sie wurde im Jahr 2008 restauriert und dient seitdem als Sitz für den Fremdenverkehrsverein und das Standesamt.
     
  • Der Herzog-und-Kumpan-Brunnen wurde 1994 auf dem Emsbürener Marktplatz errichtet. Herzog und Kumpan sind die Protagonisten des Emsbürener Karnevals. Die Figuren entstammen einem Schelmenroman von Bernd Bücker aus Salzbergen, wonach der „Herzog“ als Kiepenkerl mit seinem „Kumpan“ an der Seite durchs Emsland zog und oft in „Büren“ (Emsbüren) verweilte, wo die beiden ihre Späße trieben. Die Bronzefiguren wurden vom Künstler Janischowski aus Steinfurt geschaffen. Sie haben ihren Platz auf der begehbaren Brunnenanlage, die aus kreisrunden Betonplatten, die ineinandergreifen, gefunden. Das Wasser tritt quellenartig aus der obersten Brunnenscheibe aus und fließt bachähnlich nach unten. Auch aus einem Gefäß, das der Herzog in seiner Hand hält, sprudelt Wasser.
     
  • Pastor sine Koh wurde im Juni 2004 als Bronzeskulptur „Pastor sine Koh“ im Ortszentrum von Emsbüren aufgestellt. Jedem ist wohl das entsprechende Lied bekannt, welches seinen Ursprung in Emsbüren hat. Die Überlieferung erzählt, dass Pastor Deiterings Kuh eines Tages nicht mehr fressen wollte. Die herbeigerufenen Schlitzohren Kobes und Herm-Dirk – Viehdoktoren und Schlachter zugleich – bescheinigten schnell, dass die Kuh notgeschlachtet werden müsse. Pastor Deitering willigte ein; das Fleisch sollten die Armen bekommen. Dem war jedoch nicht so. Die Kuh wurde unter allzu gierigen Bürgern aufgeteilt, so dass die Armen leer ausgingen. Als dieser Skandal aufflog, machte sich ein heimlicher Dorfpoet an die Arbeit. Die deftigen Verse wurden nachts bei Mühle, Brücke und Rathaus an die Tür geheftet, um die Dorfgemeinschaft über den Raub an den Armen in Kenntnis zu setzen. Eine Melodie wurde gefunden, und das „Lied van Pastor sine Koh“ war geboren.
 





 


 

 




 




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