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2.7.2018
 

Nachruf auf Theo Mönch – Tegeder

 

 

Theo Mönch-Tegeder hat die emsländische Region in seinen besonderen Kompetenzen insbesondere im Bereich der Kultur in den letzten vier Jahrzehnten enorm bereichert. Und so war man nicht nur in Fachkreisen gespannt auf seine zu erwartende Schaffensfülle nach seiner Pensionierung.

Dazu wird es leider nicht kommen. Drei Monate vor seinem verdienten Ruhestand verstarb er am 13. Mai plötzlich bei einem Sonntagsspaziergang mit seiner Frau Christel.
 


Er wurde 1953 auf einem Bauernhof in Mehringen geboren. Er erzählte gerne und intensiv von den außergewöhnlichen kulturellen Gepflogenheiten, die er im Kreise seiner Familie genießen durfte und die ihn offensichtlich auch nachhaltig geprägt haben. Da waren die Kaminabende mit seiner Tante – der bekannten Emslanddichterin
Maria Mönch-Tegeder - die alle 14 Tage zum Wochenende anreiste und in der großen Bauernküche am Kamin den Verwandten im Elternhaus ihre neuen literarischen Entwürfe vorstellte mit der Frage: Wu lutt ju datt?

Die besondere auch überregionale Bedeutung seiner Tante Maria wird hervorgehoben durch das Centrum für Niederdeutsch an der Westfälischen Wilhelms-Universität, die diese Schriftstellerin zu den sechs bedeutendsten niederdeutschen Autoren zählt neben Fritz Reuter, Augustin Wibbelt, Klaus Groth u. a.



Theos Vater war in dritter Generation neben der bäuerlichen Tätigkeit Leiter der genossenschaftlichen Viehverwertung und damit ein begehrter Gesprächs- und Handelspartner vieler Bauern aus dem Kirchspiel Emsbüren.

Theos Mutter stammte vom Hof Klümper in Listrup.

Im Anschluss an die Grundschulzeit wechselte Theo nach bestandener Aufnahmeprüfung in das Internat des Missionsgymnasiums nach Handrup über. Nach dem Abitur am dortigen Leoninum und dem Studium in Münster begann er seine berufliche Laufbahn mit einem Volontariat bei der Neuen Osnabrücker Zeitung in mehreren Lokalredaktionen der Region und wurde dann Redakteur im Stammhaus in Osnabrück.

Weitere Stationen waren ab 1984 der Rheinische Merkur in Bonn, in dem wöchentlich ein umfangreicher markanter Artikel von ihm als verantwortlichen Wirtschaftsredakteur und Leiter der Parlamentsredaktion jeweils auf der ersten bzw. zweiten Seite erschien. Angesichts der Veränderungen durch Wiedervereinigung Deutschlands in den neunziger Jahren, das auch bei dieser renommierten Zeitung in Bonn als bisheriger Hauptstadt Veränderungen mit sich brachte, nahm TMT ein erneutes Angebot aus der Chefredaktion der NOZ in Osnabrück in der Funktion als leitender Redakteur für Politik im Jahre 1996 an. Damit war er mehrfach in der Woche für den Leitkommentar auf der ersten Seite verantwortlich. Hier konnte er seine besondere Gabe in der Verdichtung von Sprache brillant zeigen. Das brachte ihm hohe Anerkennung in der gesamten deutschen Pressewelt ein.

Ab 2003 übernahm Theo Mönch-Tegeder die Geschäftsführung für die Unternehmen Dom Medien GmbH, Verlag Bistumspresse GmbH sowie Dom Buchhandlung GmbH in Osnabrück. Damit war er auch Herausgeber des Kirchenboten. Aus den nun gewonnenen Erkenntnissen der abnehmenden Abonnentenzahlen angesichts zunehmender Kirchenaustritte u.a. war Theo MT der treibende Motor zur Gründung der   Verlagsgruppe Bistumspresse , einem  Zusammenschluss  von fünf  Verlagen, die die  Kirchenzeitungen  für zwölf  deutsche Bistümer  verlegen.

Durch dieses weitsichtige Unternehmertum im Kirchendienst wurde Mönch - Tegeder bundesweit bekannt und geachtet.

Wohl auch vor diesem Hintergrund wurde Theo am 1. September 2013 vom KNA-Aufsichtsrat und der Gesellschafterversammlung zum Geschäftsführer der Katholischen Nachrichten-Agentur mit Sitz in Bonn und zugleich als Geschäftsführer des Katholischen Medienhauses gewählt. Er übernahm gleichzeitig die Leitung der KNA-Tochtergesellschaft dreipunktdrei mediengesellschaft mbH und war zudem geschäftsführender Vorstand bei der KNA-Promedia-Stiftung, einer Förderinitiative für junge katholische Journalisten.

Aber auch in zahlreichen Ehrenämtern engagierte TMT sich. So war er Mitglied im neunköpfigen Vorstand des Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses (ifp), federführend in der Katholischen Erwachsenenbildung des Bistums Osnabrück tätig und Vorstandsmitglied der Ludwig-Windthorst-Stiftung.

Eine besondere Ehre war Theo die Mitgliedschaft in der Päpstlichen Stiftung Centesimus Annus Pro Pontifice (CAPP) im Vatikan

Schon in jungen Jahren wurde er in seiner Heimatgemeinde politisch aktiv in der Jungen Union und der CDA. Später trat er auch der CDU bei. Tief verankert in seiner Vita ist die Soziallehre des Jesuitenpater Oswald Nell Breuning, dem es durch beharrliche Überzeugungskraft über Jahrzehnte zunehmend gelang, die unterschiedlichen Interessengruppen der Nachkriegsgesellschaft in konstruktive Gespräche zu bringen.

Deutliche Spuren hat Theo auch in der kulturellen Weiterentwicklung in seiner engeren Heimat hinterlassen. So war er an der Gründung des bis heute erfolgreich wirkenden Kulturkreises Kirchspiel Emsbüren maßgeblich beteiligt. Er brachte sich mit Vorträgen und Grußworten immer wieder ein und stand beratend zur Seite, auch wenn er berufsbedingt seltener vor Ort war.

Diese seine Heimat Emsbüren, aus der auch seine Frau Christel stammt, war ihm immer sehr wichtig. Das hat er auch seinen beiden Töchtern Nina und Inga wie auch den zwei Söhnen Ansgar und Jonas stets vermitteln können.

Auch beim Emsländischen Heimatbund war nicht nur sein Rat gefragt. Er brachte sich über einen langen Zeitraum aktiv in der Redaktion des Emsländischen Jahrbuches ein und veröffentlichte dort Aufsätze insbesondere zum Plattdeutschen. Auch eigene Geschichten in seiner angestammten Muttersprache wurden dort vorgestellt. Sie zeigen die besondere Dichtkunst dieses enorm begabten Journalisten. Auch wenn er in seiner beruflichen Karriereleiter zunehmend zum Kaufmann und angesehenen Medienmanager aufstieg und dort immer mehr Firmen gleichzeitig unter seiner Leitung standen, auf seine besondere Schreibkunst werden auch nachfolgende Generationen stoßen.

Und nun bleibt das überaus traurige Resümee: Theo Mönch – Tegeder ist mit seinen 65 Jahren viel zu früh abberufen worden, er hätte uns noch so viel zu erzählen gehabt – dieses Bürsker Ausnahmetalent!

Bernd Robben, Emsbüren-Gleesen




 




26.3.2018     Achtung, die "Bürsker" kommen !   -  "Projekt Dorfkneipe 2.0"

Wi goaht up "Visite": Den Besuch der Ortsteile mit ihren Gasthäusern - soweit sie bis heute verblieben sind - haben sich einige Bürsker vorgenommen.
Die Erfahrungen des geselligen Austausches lassen die Wichtigkeit des Dorfgasthauses erkennen.
Mit einem entsprechenden - für die Bürsker typischen - Unterhaltungsprogramm aus Musik, Gesang und Darbietungen wird für Stimmung und Geselligkeit gesorgt...

Folgende Gasthäuser wurden bereits besucht:

Moorlage: Gaststätte "Kunkemühle" (leider nun geschlossen); im Bild die über 90-jährige Wirtin "Oma Aggi"

Bericht zum Gasthaus "Kunkemühle" unter "Olle Kespel Treffs"





Listrup: Gaststätte Oldeweme; ein spontaner Austausch unter den Schützenvereinen Listrup und Bürgerschützen






Elbergen: Domhotel; der Präsident der Bürgerschützen gibt Grüße an St. Johannes Elbergen und kündigt das Kommen zum Vereinsjubiläum in 2019 an




 


22.8.2017    "Emspartie - Vier in einem Boot" - Ausflug vom "Redakteuren-Team" Dorf-Emsbüren
                    
Emsabschnitt Gleesen bis Hanekenfähr 
                     Bilder: Alfred Bültel
   

 
                                                                                                



  

  


 

Veranstaltungen im Dorf Emsbüren
 

  • Emsbürener Karneval mit über 110 teilnehmenden Wagen am Rosenmontag der größte Karnevalsumzug des Emslands. Zuvor finden unter den Tollitäten „Herzog und sein Kumpan“ Prunksitzungen statt. Ausrichter ist die KKE (Karnevalsgesellschaft Kespel Emsbüren).
     
  • Osterprozession vom Nattenberg zur Andreaskirche am Ostersonntag sowie das Osterfeuer, ausgerichtet vom Bürger-Schützenverein Emsbüren
     
  • Herzogmarkt, jährlich am Sonntag nach Ostern, große Gewerbeschau, die auch von lokalen Vereinen und Einrichtungen genutzt wird, Veranstalter ist der HHG (Verein für Handel, Handwerk und Gewerbe)
     
  • Bürgerschützenfest an Pfingsten
     
  • Emsbürener Großkirmes am Wochenende vor dem letzten Dienstag des Septembers
    "Kirmeswagenzählen" am Freitag vor der Kirmes mit den Bürgerschützen
     
  • Emsbürener Weihnachtsmarkt und das traditionelle Kirchturmblasen finden im Advent statt
     
  • Emsbürener Musiktage, klassische Veranstaltungsreihe mit Internationalen Meisterkursen für Holzbläser, die jährlich im Herbst stattfindet.
 

Pressestimmen

Kommentar und Zeitungsartikel der Lingener Tagespost vom 22.3.2017
 

Lokalgeschichte als Generationenprojekt

Kommentar von Thomas Pertz

 

Die St. Andreas-Kirche prägt das Ortsbild von Emsbüren. Foto: Richard Heskamp
Die St. Andreas-Kirche prägt das Ortsbild von Emsbüren. Foto: Richard Heskamp

Emsbüren.
Die Aufgabe, an dorf-emsbueren.de mitzuwirken, bleibt ein Dauerauftrag an die Generationen, meint der Kommentator.

Eigen, aber nicht eigenartig, ein „Völkchen“ für sich, aber dennoch offen für andere, vor allem für neue Ideen: Einer solchen Charakterisierung ihrerseits würden die Emsbürener Bürger sicher zustimmen. Das alte Kirchspiel hat nämlich bereits jede Menge Originale und originelle Geschichten hervorgebracht. Aber wo bleiben sie auf lange Sicht, verknüpft mit dem aktuellen Dorfleben und Zeitgeschehen?

In gedruckter Form drohen sie über die Jahre hinweg in den Regalen der Heimatvereine zu verstauben. Das allein kann daher keine Lösung mit Perspektive sein. Hier geht es im Übrigen nicht um eine Glorifizierung längst vergangener Zeiten, um das Übertünchen auch von Not und Elend im Dorf, ja bitterer Armut. Vielmehr kommt es darauf an, um seine eigenen Wurzeln zu wissen und auch ein Gespür dafür zu bekommen, welche persönliche Lebensqualität in dörflicher Gemeinschaft und nachbarschaftlichem Zusammenhalt steckt, damals wie heute.

Dieses Wissen kann ein Heimatverein durchaus weitergeben, wenn er mit der Zeit geht. Sonst hat er keine Zukunft, weil der Nachwuchs ausbleibt. Wie es funktionieren kann, zeigen Heimatforscher wie Hubert Hölscher und Bernd Robben und um die Historie des Ortes interessierte Bürger wie Oliver Stuke. Sie nutzen das Internet als digitale Plattform und gleichzeitigen Treffpunkt, wo jeder mitwirken kann, die Geschichte des Dorfes fortzuschreiben.

Denn die ist, auch wenn der Blickwinkel der Webseite auf die Vergangenheit gerichtet ist, alles andere als rückwärtsgewandt. Die Aufgabe, an dorf-emsbueren.de mitzuwirken, bleibt ein Dauerauftrag an die Generationen, deren Autoren sich irgendwann selbst darin wiederfinden und ein Teil der Seite werden.



22.03.2017

Ein Buch ohne Punkt“ dorf-emsbueren.de:
Lokalgeschichte in digitaler Form

 

Engagieren sich in der Heimatforschung in Emsbüren (von links): Bernd Robben, Oliver Stuke und Hubert Hölscher. Foto: Thomas Pertz
Engagieren sich in der Heimatforschung in Emsbüren (von links):
Bernd Robben, Oliver Stuke und Hubert
Hölscher. Foto: Thomas Pertz

Emsbüren.
Was hat es mit der „Emsbürener Reeperbahn“ auf sich und wo ist eigentlich „Schludden Pand“? Auch in Emsbüren aufgewachsene Bürger werden da wohl ins Grübeln kommen. Was können sie tun? Sie klicken im Internet auf dorf-emsbueren.de. Dort wird Lokalgeschichte in digitaler Form präsentiert – ein Brückenschlag zur jüngeren Generation.
 

Die treibenden Kräfte des Projektes sind die beiden Heimatforscher Hubert Hölscher und Bernd Robben sowie der Emsbürener Tierarzt Oliver Stuke. Hölscher und Robben hatten vor zwei Jahren damit angefangen, die Geschichten des Dorfes, seine Eigenheiten und besonderen Typen, zu sammeln und online aufzubereiten. „Es ging uns darum, Emsbürens Originalität einzufangen“, beschreibt Bernd Robben ein Ziel. Das andere Ziel: „Wir schreiben ein Buch ohne Punkt“, betont Hölscher. Anders als in gedruckter Form, wo jede Geschichte einmal zu Ende erzählt ist, wollen die beiden das an historischen Gegebenheiten und Bräuchen sowie unverwechselbaren Menschen reiche Kirchspiel („Kespel“) Emsbüren mit Unterstützung der Bürger immer weiter fortschreiben. Platz genug in der virtuellen Welt des Internets ist da.

„Nükke und Tögge“

Hölscher und Robben machten sich an die Arbeit und fassten unter dem Titel „Nükke und Tögge“ an Material zusammen, was sie bereits recherchiert hatten. „Nükke steht für Schlitzorigkeit und Tögge für Eigenart“, übersetzt Hölscher die beiden plattdeutschen Begriffe. Ein Paradebeispiel dafür sei in Emsbüren die Geschichte rund um „Pastor sine Koh“, weist Robben auf jenes überregional bekannte Spottlied hin.

Ein Duo ist es aber nicht, das hinter „dorf-emsbueren.de“ steckt, sondern ein Trio. Der Dritte im Bunde ist der Emsbürener Tierarzt Oliver Stuke. Er kam auf die Idee, „Nükke und Tögge“ in einen Internetauftritt einzubinden, der viele Facetten des Emsbürener Dorflebens umfasst: den Bürgerschützenverein, die Junggesellen im Bürgerschützenverein, das Panik-Orchester und das Dorfleben.

Brückenschlag zwischen Generationen

Stuke ist 42 Jahre alt, Robben 68 und Hölscher 74 Jahre. Die drei verstehen ihre Arbeit denn auch als Brückenschlag zwischen Generationen, indem Heimatgeschichte anders aufbewahrt und aufbereitet wird. Das Problem vieler Heimatvereine bestehe darin, dass der Nachwuchs fehle, sagt Hölscher. „Die Jüngeren kommen nicht mehr“. Die Plattform „ dorf-emsbueren.de “ sei eine Möglichkeit, auch jüngere Altersgruppen für die lokale Geschichte zu begeistern. Jeder könne mitmachen und sich einbringen, betont Stuke. „Der Obergedanke ist, Verbindungen zu schaffen“, sagt der Emsbürener. „Wir wollen die Historie Emsbürens und das aktuelle Vereins- und Dorfleben in die neue Zeit hieven mit den neuen Medien.“

„Emsbürener Reperbahn“

Und was hat es nun auf sich mit der „Emsbürener Reeperbahn“? Die „Emsbürener Reeperbahn“ hat nichts mit einer Vergnügungsmeile zu tun. Sie bezeichnete die Herstellung von Reepen in einer Seilerei, die es auch in Emsbüren gab. Und wo ist „Schludden Pand“? Heinrich Schludde sei Nachtwächter gewesen, erzählt Hölscher. Wer ihn nach Holz fürs Osterfeuer fragte, bekam zur Antwort: „De halt ju man ut use Pant“. Er gab dann irgendein Grundstück im Ort an, wo viel Holz herumlag. Der Spruch „Ut Schludden Pant“ hat sich bei älteren Emsbürenern bis heute gehalten. Wer so am Jahresende auf die Frage nach der Herkunft seines schönen Weihnachtsbaums antwortet, sagt indirekt, dass er ihn irgendwo aus dem Wald geholt hat…

 









 


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